Die Zeit des Fastens – der Ramadan

Junge Menschen zwischen 16 und 19 Jahren erstellen in Rastatt eine Online-Jugendzeitung: RAVOLUTION. Das erste Schwerpunktthema ist Integration. Einige Jung-Redakteure sind auch Mitglieder in unserem Verein. Klar, dass sie über Flüchtlinge, die sie kennen, und das Engagement für den Verein berichten.

So kommt es zu sinnvollen Synergien: Wie zum Beispiel die Texte über die christlichen Feste. Oder wie der Beitrag des Redaktionsfotografen Ahmad Abu Zaid, ein Moslem aus Syrien (auf dem Foto unserer Redaktion der Mann in der Mitte mit dem Fotoapparat). Dabei kam es zu Gesprächen über das Fasten: für Christen vor Ostern und für Moslems im Ramadan dem Fastenmonat für Muslime. 2017 beginnt Ramadan am Samstag, 27. Mai, und endet am Samstag, 24. Juni. Ahmad erzählt uns vom Ramadan.

„Fasten im Islam heißt, dass der Muslim von Beginn der Morgendämmerung bis zum Sonnenuntergang nichts isst, nichts trinkt, auch Rauchen, Sex und Lügen sind verboten“, so Ahmad Abu Zaid. Für ihn hat das Fasten Vorteile: „Die Stärkung der Beziehung des Menschen mit Gott.“ Es bedeute Empathie mit den Armen und Bedürftigen, erhöhe die Widerstandsfähigkeit gegenüber Krankheiten. „Und man lernt Geduld!“ Aber es gibt auch Ausnahmen: Vom Fasten befreit sind Kranke, Schwangere und stillende Mütter, Frauen in der Menstruation und hart Arbeitende sowie Reisende und Spitzensportler wie zum Beispiel Profi-Fußballspieler. Allerdings gibt es auch Spieler, die sich zum Ramadan bekennen.

Wenn abends die Sonne untergeht, trifft sich die Familie, oft auch mit Freunden, zum großen gemeinsamen Essen und Trinken. Meistens mit der Speise von Datteln eingeleitet. Dann muss der Tank des Körpers aufgefüllt werden – um am nächsten Tag wieder fast zu können. Den Abschluss vom Ramadan bildet ein großes Fest. Wir haben gemeinsam mit Ahmed und den jungen Flüchlingen – Moslems und Christen aus Syrien, Afghanistan und dem Irak – beschlossen, nach Ramadan gemeinsam zu kochen! Schauen Sie doch mal in die Zeitung RAVOLUTION: