Workshop in der Kinderschule

Stell dir vor, du kommst in eine Gruppe und du verstehst kein Wort … Das war der Start eines Workshops unseres Vereins „Junge Flüchtlinge Rastatt“ für Flüchtlingsbegleiter.

Spielerisch, in Theorie- und Praxisblöcken lernten die 15 Teilnehmer, wie Kindern und Jugendlichen mit anderen Muttersprachen die deutsche Sprache vermittelt werden kann. Die Veranstaltung im Rahmen der Weiterbildung für Ehrenamtliche wurde seitens der Stadt Rastatt unterstützt. Pädagogisch aufbereitet wurden die vier Stunden durch Nadine Daniel, Monika Jüttner und Janka Schork von der Kinderschule Amalie Struve.
Die 13 Teilnehmerinnen und zwei Teilnehmer stellten viele Fragen aus ihrem Alltag im Umgang mit Flüchtlingen: Wie verbessere ich fehlerhaftes Deutsch ohne oberlehrerhaft zu wirken? Was machen wir mit Dialekt-Begriffen? Wann ist das beste Einstiegsalter für eine neue Sprache? Die Facherzieherinnen und Spezialpädagoginnen führten als Basis in die Theorie ein und brachten zahlreiche Beispiele, wie man Lust auf Sprache wecken kann.
Dabei spielten die Flüchtlingsbegleiter, die vorwiegend aus Rastatt und Bühl kamen, selbst die vorgeschlagenen Spiele, sangen Lieder oder sprachen klangvolle Reime. „Ich bin begeistert, weil ich jetzt Mittel habe und weiß, wie ich unsere Deutschkurse interessant gestalten kann“, sagte eine 56-jährige, die mehrere Familien betreut. „Genau das wollen wir mit unserem Angebot erreichen“, resümierte Vorstandsmitglied Ute Kretschmer-Risché: „Angebote zur Hand geben, damit Ehrenamtliche strukturiert Hilfe leisten können.“ So würden Helfer angeleitet, die als Amateure in die Sprachvermittlung schnuppern.
Die Reihe zur Weiterbildung „…mal eben die Welt retten“ wird mit einem Kurs zum Umgang mit traumatisierten Kindern fortgesetzt. Weitere Themen, Termine und Orte werden demnächst hier  veröffentlich.