Kinder und Jugendliche finden leichter Zugang zu unserer Sprache

Eugen Mockert: “Als früherer Bürgermeister von Rastatt weiß ich, wie wichtig ehrenamtliches Engagement ist. Deshalb engagiere ich mich im Verein Junge Flüchtlinge in Rastatt.”

Das ist meine Motivation, mich im Verein „Junge Flüchtlinge in Rastatt“ zu engagieren:

Damit die Eingliederung von Menschen, die als Schutz- und Hilfesuchende zu uns kommen, gelingt, müssen wir ihnen vor allem unsere Kultur und Lebensweise vermitteln. Damit sie Verständnis für unser Denken und Tun entwickeln können. Kinder und Jugendliche finden nach vielen Erfahrungen leichter Zugang zu unserer Sprache. Gerade durch den Umgang mit Gleichaltrigen. Diese Erkenntnis hat zur Gründung des Vereins beigetragen. Wir hoffen auch, über die Kinder deren Eltern zu erreichen und ihnen deutlich zu machen, dass Kontakte zur einheimischen Bevölkerung und Verständigung wichtig sind.
Mein persönliches Engagement wurzelt in der Überlegung, dass die Eingliederung der Menschen in unsere Gesellschaft nicht allein von Politik und Verwaltung bewältigt werden kann. Gerade wenn man die immer wieder beschworenen „Parallelgesellschaften” verhindern will, muss man auf Menschen zugehen und ihnen die Chance geben, Mitglieder dieser Gesellschaft zu werden. Dies setzt Bereitschaft auf beiden Seiten voraus.
Es würde mich freuen, wenn sich noch mehr Menschen in unserer Stadt bereit finden, im Verein mitzuwirken. Jeder ist aufgerufen, sich im Rahmen seiner Möglichkeiten und Fähigkeiten einzubringen. Dies setzt keine spektakulären Leistungen voraus; auch kleine Hilfsdienste sind notwendig und willkommen. Ich halte es für außerordentlich wichtig, dass wir durch unser Engagement zeigen, dass wir offen sind für bislang fremde Menschen, die in jeder Hinsicht in Not geraten sind. Die sich auch bei uns fremd fühlen. Damit das anders wird – dafür engagieren wir uns.